Gregs Tagebuch: die Reihe, die Lesemuffel bekehrt
Top-Empfehlungen
Gregs Tagebuch - Von Idioten umzingelt!: Ein Comic-Roman. Ausgezeichnet mit dem Blue Peter Book Award 2012; Best Children's Book of the Last 10 Years
- ✓ Schulhefte
- ✓ Altersempfehlung: von 10 bis 99 Jahre
- ✓ Schulbedarf
Gregs Tagebuch 20 - Bock auf Party?: Großer Lesespaß mit Comic-Roman-Held Greg Heffley
Gregs Tagebuch 2 - Gibt's Probleme?: Ein Comic-Roman
- ✓ Schulhefte
- ✓ Altersempfehlung: von 10 bis 99 Jahre
- ✓ Schulbedarf
Gregs Tagebuch 3: Jetzt reicht's!
- ✓ Schulhefte
- ✓ Altersempfehlung: von 10 bis 99 Jahre
- ✓ Schulbedarf
Ich war's nicht! Gregs Tagebuch 4
- ✓ Schulhefte
- ✓ Altersempfehlung: von 10 bis 99 Jahre
- ✓ Schulbedarf
Gregs Tagebuch 19 - So ein Schlamassel!: Großer Lesespaß mit Comic-Roman-Held Greg Heffley
Warum diese Reihe funktioniert, wo andere scheitern
Jeff Kinneys Gregs Tagebuch (im Original 'Diary of a Wimpy Kid') hat seit 2007 weltweit eine Sonderrolle: Es ist die Reihe, die Eltern von lesescheuen Kindern immer wieder als Wendepunkt beschreiben. Der Grund liegt im Format - dem Comic-Roman: Auf jeder Seite stehen Text und Strichzeichnungen nebeneinander, die Kapitel sind kurz, die Sätze einfach, und die Seiten sehen nie nach Textwüste aus. Ein Kind, das ein 200-Seiten-Buch abschreckend findet, blättert hier scheinbar mühelos durch.
Inhaltlich erzählt Greg Heffley seinen Schulalltag - Pannen, peinliche Eltern, Freundschaftsdramen, kleine Gemeinheiten. Greg ist dabei ausdrücklich kein Vorbild: Er ist eitel, faul und drückt sich vor Verantwortung, was Kinder köstlich finden und Erwachsene gelegentlich irritiert. Genau diese Unperfektheit ist Teil des Erfolgs - endlich ein Held, der nicht besser ist als man selbst.
Ab welchem Alter?
Die Verlagsangabe liegt bei etwa zehn Jahren, in der Praxis funktioniert die Reihe oft schon ab neun - vorausgesetzt, das Kind liest flüssig genug, um dem Text ohne Anstrengung zu folgen. Der Humor ist Schulalltags-Humor mit gelegentlichen Ekel-Gags, wie ihn Neun- bis Dreizehnjährige lieben. Nach oben endet die Phase meist um dreizehn, vierzehn.
Zur häufigen Elternfrage nach der Reihenfolge: Die Bände sind durchnummeriert, aber weitgehend in sich abgeschlossen - man kann problemlos mit Band 1 anfangen oder mit dem, der gerade im Regal steht. Für Einsteiger ist Band 1 trotzdem die schönste Wahl, weil dort die Figuren eingeführt werden.
Der Anfang - Gregs Tagebuch 1: Von Idioten umzingelt!
Der erste Band führt Greg, seine Familie und seinen Freund Rupert ein - und etabliert das Prinzip, das die ganze Reihe trägt: Greg erzählt aus seiner Sicht, hält sich für den Verkanntesten der Welt, und der Leser sieht durch ihn hindurch, was wirklich passiert. Als Einstiegsgeschenk für ein lesescheues Kind der bewährteste Titel der Kategorie - und die Auszeichnung mit dem britischen Blue Peter Book Award zeigt, dass die Reihe auch fachlich ernst genommen wird.
Kurz gesagt: Der Auftakt - Figuren, Prinzip und die beste Einstiegs-Wahl
Die frühen Bände - 2, 3 und 4
Die Fortsetzungen Band 2 'Gibt's Probleme?', Band 3 'Jetzt reicht's!' und Band 4 'Ich war's nicht!' setzen das Muster fort - und genau darin liegt der Wert für Familien: Ein Kind, das Band 1 verschlungen hat, ist mit Nachschub für Monate versorgt. Für Verwandte, die immer nach Geschenkideen fragen, ist eine laufende Reihe die dankbarste Antwort überhaupt.
Kurz gesagt: Die frühen Fortsetzungen - Nachschub für Monate
Die aktuellen Bände - 19 und 20
Die Reihe läuft weiter: Band 20 'Bock auf Party?' und Band 19 'So ein Schlamassel!' sind die aktuellen Titel. Bemerkenswert ist, dass die Reihe nach so vielen Bänden funktioniert - Greg bleibt in derselben Schulklasse, altert nicht, und das Format wiederholt sich bewusst. Für Kinder ist genau diese Verlässlichkeit der Reiz: Man weiß, was man bekommt, und wird nie enttäuscht.
Kurz gesagt: Die laufende Reihe - Greg bleibt, wie er ist, und das ist der Punkt
Was Eltern über Comic-Romane wissen sollten
Die Frage kommt regelmäßig: Ist das noch richtiges Lesen? Ja. Comic-Romane und Graphic Novels bauen Leseflüssigkeit, Wortschatz und - vor allem - Lesemotivation genauso auf wie reine Textbücher; Leseforschung und Bibliothekspraxis sind sich darin einig. Der elterliche Reflex, das Kind vom 'zu einfachen' Buch zum 'richtigen' Roman zu drängen, ist der zuverlässigste Weg, eine gerade entstehende Lesegewohnheit zu zerstören.
Was tatsächlich hilft, wenn Gregs Tagebuch durchgelesen ist: ähnliche Reihen anbieten - es gibt inzwischen ein ganzes Genre von Tagebuch- und Comic-Romanen für diese Altersgruppe; die Buchhändlerin oder die Bücherei kennen die aktuellen Titel. Nicht drängen - der Übergang zu textlastigeren Büchern passiert bei den meisten Kindern von selbst, wenn die Geschichte spannend genug ist. Und wer den Sprung anschieben will, greift zu Büchern mit ähnlichem Tempo statt zu Klassikern, die im Regal Staub ansetzen.
Reihe kaufen oder ausleihen?
Bei über zwanzig Bänden wird der Vollbesitz teuer - die praktikablen Wege: Die Bücherei hat Gregs Tagebuch praktisch flächendeckend, oft mehrfach; für ein Kind, das drei Bände pro Woche verschlingt, ist das die einzig vernünftige Lösung. Gebraucht kaufen funktioniert bei dieser Reihe hervorragend, weil so viele Exemplare im Umlauf sind. Gezielt schenken - ein bis zwei Bände zum Geburtstag, den Rest ausleihen. Und der Tipp für Verwandte: Bei laufenden Reihen lohnt eine kurze Rückfrage, welche Bände schon da sind - Doppel-Geschenke sind bei Gregs Tagebuch der Klassiker.
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